„Ausbildung mit Zukunft – neugierig und praxisnah“– so lautet das Motto des vor fünf Jahren zwischen der Raumfabrik und der Schule unterzeichneten Kooperationsvertrages. Workshops und Betriebserkundungen, Expertenrunden in Schulen sowie Unterricht in den Betrieben stehen hier auf dem Programm. Das Projekt sorgt für Praxisnähe und Berufsorientierung in den Klassen und vermittelt zwischen Arbeitgebern und (zukünftigen) Auszubildenden. „Medium“ sind vor allem Ex-Schüler bzw. derzeitige Auszubildende, die den Schülern der Klassen 8 und 9 über ihre Erfahrungen und Aufgaben in den jeweiligen Handwerksberufen berichten.
„Mit der Ansprache durch Gleichaltrige erreichen wir die Schüler viel besser und bekommen eine größere Akzeptanz“, so Klaus Braun, eines der Vorstandsmitglieder der Raumfabrik und Mitgründer der Kooperation. Ohnehin ist Vertrauen eine sehr wichtige Grundvoraussetzung bei der Arbeit mit der jungen Generation: Es gilt Barrieren zu überwinden, Mauern einzureißen und Verständnis aufzubauen. Auf beiden Seiten. Denn Arbeitgeber haben ebenfalls Vorurteile abzubauen und ihre Erwartungen anhand der Realität zu justieren. Das gelingt im gegenseitigen Austausch am besten.
Besonders das monatliche „Azubi-Frühstück“ bietet die Gelegenheit dazu – dann treffen Arbeitgeber mit Schülern und Lehrern der Hauptschule sowie Auszubildenden und Praktikanten der Raumfabrik- Betriebe zusammen. Der Effekt: ein frühzeitiges Orientieren, vielleicht ein Weichenstellen beim beruflichen Werden des Einzelnen oder sogar erste Arbeitsverhältnisse.