So auch Karl-Friedrich Gorsboth. Der ehemalige JobPLUS-Teilnehmer arbeitet heute als Haustechniker bei der Allgemeinen Baugenossenschaft Wuppertal (ABG). Nach 20 Jahren der Selbstständigkeit mit einem Elektrogroßhandel war er insolvent gegangen und arbeitslos geworden. Als über 50-jähriger ARGE-Kunde absolvierte er zunächst eine Arbeitsgelegenheit als Hausmeister in einer Einrichtung, um dann den Einstieg ins Projekt „JobPLUS“ zu finden – und damit den glücklichen Ausstieg aus seiner Arbeitslosigkeit.
Denn: Die Jobcoaches konnten ihm beim Übertreten der Schwelle zurück ins „geregelte Arbeitsleben“ behilflich sein. „Wir haben grundsätzlich keinen festgelegten Plan. Wir stimmen die Begleitung unserer Teilnehmer auf ihre persönlichen Belange ab“, erklärt die Projektleiterin Manuela van Putten. Das heißt konkret: Das erste Beratungsgespräch bestimmt das weitere Vorgehen. Wünsche, Fertigkeiten, Erfahrungen und Ambitionen beeinflussen Inhalt, Art und Dauer von Weiterbildungsmaßnahmen und Beratungseinheiten. Hierfür hält das Wichernhaus in Zusammenarbeit mit Bildungsträgern und Betrieben aus Wuppertal ein breites Angebot an Maßnahmen bereit.
Ein sehr wichtiger Baustein im Engagement der Jobcoaches: die Suche nach einem geeigneten Praktikum. Denn das dient nicht nur der Überprüfung der beruflichen Fähigkeiten, sondern kann den ersten Schritt in den ersten Arbeitsmarkt bedeuten. „Deshalb achten wir sehr genau darauf, welche Praktikumstellen wir akquirieren, und führen intensive Gespräche mit den Arbeitgebern“, so Manuela van Putten. Besonders erfreulich ist, dass viele Teilnehmer sogar direkt aus ihrem ersten Praktikum in eine Anstellung übernommen werden.
Vom Praktikanten zum Angestellten – so war es auch beim neuen Haustechniker der ABG: „Wir hatten eigentlich gar keine Stelle zu besetzen, nachdem wir aber ein paar Wochen mit Herrn Gorsboth gearbeitet hatten, wollten wir ihn nicht mehr gehen lassen“, so Michael Garnich, Geschäftsführer der ABG. Und das taten sie auch nicht: Seit zwei Jahren nun sorgt Karl- Friedrich Gorsboth dafür, dass bei den Objekten der Genossenschaft alles funktioniert – und es kann davon ausgegangen werden, dass er das auch bis zu seiner Rente tun wird.