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| QUALIFIZIERUNG IN HANDWERK UND BAU |
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Die ARGE Wuppertal initiiert und unterstützt zahlreiche Projekte, die sinnvolle Qualifikationen vermitteln und gleichzeitig einen Mehrwert schaffen. Woran sie nicht interessiert ist: reine Beschäftigungstherapie und die Verdrängung von Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das Engagement der ARGE Wuppertal ist vielschichtig. Nicht weniger als 25.000 Qualifizierungs- und Ausbildungsplätzen stehen jährlich für ihre Kunden zur Verfügung. Diese Stellen werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Bildungsträgern besetzt und betreut. Das Ziel: die Integration von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt. Die Integration gelingt aber insbesondere in den gewerblichen Berufen oftmals nur, wenn die ARGE-Kunden langsam wieder herangeführt werden – an einen geregelten Tagesablauf, an bestimmte Fähigkeiten, an den Glauben an eine neue Perspektive. Sinn bringt weiter Ein wichtiger Grundsatz der ARGE: Jeder Maßnahmenteilnehmer soll etwas Sinnvolles schaffen. Im Echtbetrieb Erfahrungen machen und Fertigkeiten erlangen. „Wir sehen von einer reinen Beschäftigungstherapie ab, vielmehr begegnen wir jedem Einzelnen mit der Wertschätzung, die er verdient“, versichert Thomas Lenz, Geschäftsführer der ARGE Wuppertal. Das bedeutet: In den Qualifizierungsprojekten wird nicht nur der Teilnehmer nach vorne gebracht, sondern auch das Projekt selbst. Es gibt eine ganze Reihe solch doppelt sinnvoller Projekte – insbesondere im Bereich Handwerk und Bau. Diese haben bereits viel für die Stadtentwicklung oder die Wirtschafsförderung tun können: Die Nordbahntrasse, der Stadionumbau, das „Vorwärts-Gebäude“ an der Münzstraße, die Sanierung von Sportplätzen, jüdischer Friedhöfe, des Wuppertaler Unicef- Gebäudes, der Wuppertaler Tafel oder der Räumlichkeiten der Junior-Uni. Was viele nicht wissen: Durch das Engagement der ARGE kommen solche Projekte oftmals erst ins Rollen.
Qualifizierung im lokalen Netzwerk „Oft werden Fördergelder bewilligt, weil wir mit unseren Qualifizierungsmaßnahmen im Boot sind“, so Thomas Lenz. „Allein die Nordbahntrasse – ein besonderes Beispiel der Vernetzung verschiedenster Stellen: Stadt, Staat, Verein, Träger und ARGE. Hier wird ein Großteil der bisher bewilligten Fördermittel schließlich an regionale Unternehmen fließen. Das betrifft aber auch Projekte wie den Stadionumbau oder die Junior Uni, die ohne den zweiten Arbeitsmarkt von der Stadt allein nicht zu bewältigen gewesen wären.“ 50 % der Qualifizierungs- und Ausbildungsmaßnahmen in Bau und Handwerk münden anschließend in Jobs – ein großer Erfolg für die ARGE und ihre Partner. Und eine Bestätigung für ihr Konzept. Nordbahntrasse Die Nordbahntrasse ist eine bewegende Strecke in Wuppertal – sie steigert Freizeitwert und Lebensqualität. Mit einer Gesamtlänge von ca. 20 km soll die ehemalige Bahnstrecke im nächsten Jahr als Rad- und Wanderweg ausgebaut werden. Das Projekt „Nordbahntrasse“, das der Verein Wuppertalbewegung vor drei Jahren initiiert hat, wird von Wichernhaus und ARGE mit einem Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt im Bereich Garten- und Landschaftsbau unterstützt. Hierbei werden seit Projektstart zur Vorbereitung auf den Ausbau entlang der Trasse Instandhaltungsarbeiten und Rodungen durchgeführt, die von der dafür eingerichteten Werkstattmeisterei koordiniert werden. Zudem werden unter Begleitung von Fachingenieuren die zahlreichen Stützmauern restauriert.

Junior Uni Hierauf ist die ganze Stadt stolz: Im Dezember 2008 eröffnet, hat sich die Junior Uni als Beispielprojekt im deutschen Bildungssystem etabliert. Hier können forschungsfreudige Kinder und Jugendliche ihre Neugier stillen und Wissen in den Naturwissenschaften ausbauen. Die für die Junior Uni eingerichteten Räume wurden über Qualifizierungsprojekte der ARGE in Zusammenarbeit mit der GBA (Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung) zweckorientiert saniert und bezugsfertig gemacht. Projektwerkstatt Sportplätze Wuppertal Nicht weniger als 36 Sportplätze werden gemeinsam von ARGE und Stadt wieder auf Vordermann gebracht. Die barrierefreie Gestaltung der Sportstätten, kleinere Ausbesserungsarbeiten an Anlagen oder Geräten, Verschönerungsarbeiten und der Bau von Entwässerungsanlagen werden im Rahmen eines breit angelegten Beschäftigungsund Qualifizierungsprojekts in Zusammenarbeit mit der GBA durchgeführt. Die Teilnehmer erhalten fachliche und soziale Kompetenz, während gleichzeitig das Engagement der Sportvereine unterstützt wird.
„Vorwärts in Arbeit“ Der kraftvolle Titel eines faszinierenden Projekts: In Kooperation von ARGE, dem Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal und der GBA wird Beschäftigung und Qualifizierung im baugewerblichen Bereich mit Denkmalrestaurierung verknüpft – und: ein Stück Geschichte weitergeschrieben. Kern des Projekts ist die Instandsetzung und Restaurierung des Gebäudekomplexes der ehemaligen Konsumgenossenschaft „Vorwärts Befreiung“ in der Münzstraße. Hier werden Bauschlosser, Schreiner, Bauhandwerker und Maler und Lackierer als teilqualifizierte Fachkräfte ausgebildet. Und: Es entsteht neuer Raum für soziale und kulturelle Einrichtungen, Gastronomie und Kleingewerbe – für ein lebendiges Zentrum, das das ganze Stadtviertel aufwertet.

Wuppertaler Tafel & Kindertafel Seit vielen Jahren sorgt die Wuppertaler Tafel dafür, dass in unserer Stadt keiner hungert. Sie sammelt Lebensmittel und gibt sie an Bedürftige weiter. Auch die Versorgung mit Hausrat, Kleidung, Möbeln und Medikamenten zählt zu den Aufgaben des Vereins. Das Domizil am Kleinen Werth wurde Anfang des Jahres über eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme in den Gewerken Maler, Bau und Metall in Kooperation von GBA und ARGE komplett renoviert. Die Kernsanierung des Nachbargebäudes dauert derzeit an: In der ehemaligen Druckerei werden neue Räume für die Bücherei und die Kindertafel entstehen – wiederum bei gleichzeitiger Qualifizierung in verschiedenen Gewerken. Unicef-Gebäude in Wuppertal Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Unicef-Arbeitsgruppe Wuppertal setzen sich für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ein: Über Gespräche, Informationsstände, Schulbesuche und Ausstellungen fördern sie den Dialog mit der Öffentlichkeit und mobilisieren diese für die Rechte der Kinder. In den Büroräumen der Arbeitsgruppe Wuppertal in der Briller Straße werden Veranstaltungen und Aktionen geplant sowie die ehrenamtliche Arbeit organisiert. Das gesamte Erdgeschoss wurde im Sommer 2009 im Rahmen einer Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßname von ARGE und GBA vollständig renoviert: Trockenbauarbeiten, Beiputzarbeiten, Fußbodenverlegung und Wandanstrich standen für die Teilnehmer auf dem Programm.
Jüdische Friedhöfe Ein Stück Kultur-, Sozial- und Religionsarbeit: Die Bergische VHS bewahrt jüdische Friedhöfe vor dem Verfall. Das tut sie in Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde, der Stadt Wuppertal, der NRW-Stiftung und in enger Zusammenarbeit mir der ARGE. Die Restaurationsarbeiten am Weinberg, an der Weißenburgstraße und an der Hugostraße werden in Form einer Qualifizierungsmaßnahme der ARGE Wuppertal durchgeführt: Grabsteinpflege, Zurückschneiden von Überwucherungen, Regulierung des Baumbewuchses, Restaurierung von Grabanlagen durch Aufstellen umgestürzter Grabsteine, Neufassung und Betonierung der Grabumrandungen sowie Neuziehen der Grabinschriften stehen auf dem Plan – für eine umfassende Qualifizierung und als Beitrag zur Verständigung und Toleranz.
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